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Jugendarbeit geht fair! – Entwicklungspolitisches Lernen am Beispiel FAIRES JUGENDHAUS

Plakette Faires Jugendhaus

Was haben Bonn, Berlin, Dinslaken und 472 andere bundesweite Städte gemeinsam? Sie sind Fair Trade Towns, Kommunen, die sich gezielt engagieren, den Einsatz und Verkauf von Produkten aus fairem Handel auf lokaler Ebene zu fördern.

Neben fairen Kommunen gibt es Fair Trade-Schools, die das Thema des gerechten Welthandels in den Unterricht und das Schulkonzept einfließen lassen. Aber was ist mit Fairen Jugendeinrichtungen? Die gab es bislang noch nicht. Eine Initiative in der Evangelischen Jugend im Rheinland hat diesen Sachverhalt aufgegriffen und eine Kampagne für ein Faires Jugendhaus gestartet. Ausgehend vom Grundgedanken der Fair Trade Towns und Schools, durch Fairen Handel als Konsument im Kleinen Verantwortung für die eine Welt zu übernehmen, wurde eine Initiative für Jugendfreizeiteinrichtungen gestartet. Jugendarbeit geht fair! – Entwicklungspolitisches Lernen am Beispiel FAIRES JUGENDHAUS weiterlesen

erste faire Jugendhäuser ausgezeichnet

Als erste Jugendhäuser wurden das YOU in Schermbek und die Katakomben in Wesel als Faires Jugendhaus ausgezeichnet. Mehr als um einen sportlichen Umgang, geht es um das Engagement im Fairen Handel.

Mit selbstgebautem Verkaufsrad sind Jugendliche aus dem YOU auf dem Schermbecker Marktplatz anzutreffen, um in der Vorweihnachtszeit fair gehandelte Schokoladennikoläuse zu verkaufen.

In Wesel schlüpfen Jugendliche aus den evangelischen Jugendhaus Katakomben in Hasen- und Bananenkostüm, um Bananen aus fairer Produktion an Passant_innen zu verschenken und über Anbau und Verkauf zu informieren.

Es sind jedoch keine spektakulären Aktionen notwendig, um als Faires Jugendhaus zertifiziert zu werden. Vielmehr geht es um die Auseinandersetzung mit den Fragen: Wo werden eigentlich welche Produkte hergestellt? Wer verdient was daran und wie sehen die Arbeitsbedingungen aus? Sich mit solchen Fragen, beispielsweise bei der Produktion von T-Shirts oder Handys auseinanderzusetzen, ist Standard bei der Qualifizierung zum Fairen Jugendhaus.

Ein anderer Punkt ist, ständig zwei Angebote aus Fairem Handel im Angebot zu haben. Das können sowohl Schokoriegel zum Verkauf als auch Fußbälle zum Bolzen hinter dem Jugendhaus sein. Immer geht es jedoch um Teamarbeit. Dazu braucht es Leute in der Einrichtung, die sich zusammentun und eine Strategie überlegen, wie sie den Fairen Handel zum Thema in ihrer Einrichtung machen wollen und wie sie dies zum Bespiel auf ihrer Website bekannt machen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, angefangen vom Geschmackstest, über Kochen mit Zutaten aus Fairem Handel bis hin zum Fairen Frühstück auf Freizeiten. Möglich sind Aktionstage zum Thema „Kleidung & Klamotten“. Auch die Gestaltung eines Karnevalswagens oder das Fair-Rock-Festival mit Bands aus der Region haben Leute schon durchgeführt.

Veganes Kochen oder das Herstellen vegetarischer Snacks mit Zutaten aus dem Garten und von den Bauern aus der Umgebung kann dazugehören, genauso wie Repair Cafés, Fahrradwerkstätten oder Upcycling-Workshops, in denen aus gebrauchten Sachen neues Design entsteht, wie beispielsweise Gürtel aus Fahrradreifen oder Geldbörsen aus Verpackungen.

Jede Einrichtung hat ihren eigenen Stil. In der Weseler Jugendarbeit engagiert sich seit Jahren eine Eine-Welt-Gruppe, die selbst entscheidet, welche Themen sie gerade angeht. Im Schermbecker YOU gibt es Kochen ohne Knochen. „Wenn Mangold als „Römischer Spinat im Blätterteigmantel“ selbst zubereitet wird, dann wird das Gemüse“, so Jugendleiter Patrick Bönki, „zum Renner“.

Auf der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland konnten Lea, Marvin, Finn, Lena, Klaus und
Patrick jetzt durch die Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer und die Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Rheinland Miriam Lohrengel Auszeichnung und Plakette entgegennehmen.

Wilfried Drews

Die Auszeichnung Faires Jugendhaus

 

So wird eure Jugendeinrichtung ein „Faires Jugendhaus“:

Wenn ihr die 5 Kriterien erfüllt, bekommt ihr die Auszeichnung „Faires Jugendhaus“ verliehen. Das sind unsere Standards:

  1. Ihr entwickelt eine FairTrade- Strategie für eure Einrichtung
  2. Ihr nutzt Produkte aus Fairem Handel
  3. Ihr macht Aktionen zum Fairen Handel
  4. Ihr macht Öffentlichkeitsarbeit und
  5. ihr engagiert euch in eurer Einrichtung für Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen zu den Standards, der Idee dahinter und wie ihr euch zertifizieren lassen könnt, erfahrt ihr hier:

Unterlagen zur Auszeichnung

So war das Seminar „Fair geht vor“

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Wir waren am Wochenende auf dem Seminar„Fair geht vor“, vom 12.-14.02.16, auf dem Hackhauser Hof.

Wir hatten verschiedene Themen die über den fairen Handel in verschiedenen Länder handelten wie zum Beispiel der Kaffee Anbau oder wie die Kleidung entsteht und unter welchen Bedingungen die Arbeiter leben. An diesem Wochenende haben wir viele Infos gesammelt. Besonders toll war, dass wir mit Tesa und Andreas selbst T-Shirts bedrucken konnten mit verschiedenen Motiven wie zum Beispiel das Logo von Fair Rockt. Natürlich waren diese T-Shirts aus dem Fairen Handel von der Marke „3 Freunde“,  die wir vom Jugendhaus Bad Honnef zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Wir haben uns sehr genau über das Thema Fair Schools unterhalten. Eine Fair School braucht folgende Bedingungen:

  • – die Gründung eines Fairtrade -Schulteams bestehend aus Lehrern/Lehrerinnen, Schülern, Eltern und weiteren interessierten.
  • – Erstellen eines Fairtrade -Kompasses (ein Gedanke der Schule wird umgesetzt)
  • – Fairtrade Produkte z.B.: Schokolade
  • – das Thema muss im Unterricht durchgenommen werden

Weitere Bedingungen sowie ausführlichere Informationen findet ihr unter: www.fairtrade-schools.de

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Wir versuchen unsere Schule ( Realschule Plus Kirn auf Kyrau) auch zu einer Fairschool zu machen, da uns das Thema voll überzeugt hat und wir uns Gedanken über die Menschen machen, die unsere Alttagsgegenstände unter unmenschlichen Bedingungen herstellen.
Das Wochenende war echt toll, es hat Spaß gemacht und das Essen war einsame Spitze.
Einen herzlichen Dank an den Hackhauser Hof und an die Küche.
Wir sehen uns wieder bei Fair Rockt 2016 in Kirn !!!

Ps.: Der Schokoladen Pudding war mega Spitze.

Eure Jaclyn & Mareike

Fair Rockt

Bloodspooooooot aus Limburg

Ein Konzert der besonderen Art fand letztes Jahr in Kirn statt: Fair Rockt. Am 14. November 2015 organisierten die Kollegen vom Evangelischen Jugendtreff Kirn (Kirchenkreis An Nahe und Glan) ein Festival mit vielen Bands und Informationen zu Themen wie Flüchtlingshilfe, Fairer Handel oder Umweltschutz. Eine gelungene Veranstaltung, die 2016 sicher wieder stattfinden wird.